1. Geltungsbereich und Unternehmereigenschaft
Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten für Verträge über PersonalKern HR, PersonalKern Zeit, Update-Services, Support- und Individualleistungen. Das Angebot richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB, juristische Personen des öffentlichen Rechts und öffentlich-rechtliche Sondervermögen. Mit der Bestellung bestätigt der Kunde, in dieser Eigenschaft zu handeln.
2. Anbieter und Vertragsgegenstand
PersonalKern – Nicole Janine Sommerfeld
Robert-Koch-Str. 49
14974 Ludwigsfelde
Deutschland
Vertragsgegenstand ist je nach Bestellung die zeitlich befristete oder dauerhafte Nutzung einer selbst zu installierenden HR-Software einschließlich der beschriebenen Module, Dokumentation und gegebenenfalls Android-App. Funktionsumfang und Systemvoraussetzungen ergeben sich aus der Produktbeschreibung zum Zeitpunkt der Bestellung. PersonalKern ist keine Steuer-, Rechts- oder Lohnabrechnungsberatung.
3. Vertragsschluss im Online-Shop
Produktdarstellungen sind eine Aufforderung zur Abgabe eines Angebots. Vor der PayPal-Zahlung gibt der Kunde Unternehmens- und Rechnungsdaten ein, bestätigt Unternehmereigenschaft, AGB, Lizenzbedingungen und Datenschutzhinweise und kann Eingaben prüfen. Mit Auslösen der zahlungspflichtigen PayPal-Bestellung gibt der Kunde ein verbindliches Angebot ab. Der Vertrag kommt mit Zahlungsbestätigung und unserer elektronischen Bestellbestätigung zustande. Der Vertragstext wird in unserem Bestellsystem gespeichert und dem Kunden per E-Mail beziehungsweise über Rechnungs- und Downloadlinks zugänglich gemacht.
4. Preise und Umsatzsteuer
Alle auf dieser B2B-Website hervorgehobenen Preise verstehen sich netto zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer. Vor Abschluss wird zusätzlich der Bruttobetrag ausgewiesen. Individuelle Leistungen werden nach gesondertem Angebot abgerechnet.
5. Zahlung
Die Zahlung erfolgt über PayPal. Für die Nutzung gelten ergänzend die Bedingungen von PayPal. Ein Anspruch auf Freischaltung entsteht erst nach erfolgreicher Zahlungsbestätigung. Rücklastschriften, Rückbuchungen oder unberechtigte Käuferschutzfälle können zur vorläufigen Sperrung von Download, Updatezugang oder Lizenz führen, bis der Vorgang geklärt ist.
6. Bereitstellung und Installation
Nach erfolgreicher Zahlung erhält der Kunde Lizenz- und Downloadinformationen elektronisch. Sofern ein Produktpaket nicht unmittelbar automatisiert bereitsteht, erfolgt die Bereitstellung innerhalb einer angemessenen Bearbeitungszeit. Die Installation erfolgt auf einem kompatiblen Webhosting des Kunden. Der Kunde stellt Domain, HTTPS, PHP, MySQL/MariaDB, Speicherplatz, E-Mail-Zugang und erforderliche Serverrechte bereit. Eine individuelle Installation oder Datenübernahme ist nur geschuldet, wenn sie ausdrücklich vereinbart wurde.
7. Jahreslizenz
Die Jahreslizenz berechtigt während der bezahlten Laufzeit zur Nutzung einer Unternehmensinstallation und enthält bereitgestellte Produktupdates. Sie verlängert sich über das gewählte PayPal-Abonnement um jeweils ein weiteres Jahr, sofern das Abonnement nicht vor der nächsten Belastung beendet wird. Nach Ende der Laufzeit entfällt das Nutzungsrecht an der Jahreslizenz; betriebliche Daten bleiben in der Verantwortung des Kunden. Der Kunde muss rechtzeitig exportieren oder auf eine andere Lizenz wechseln.
8. Dauerlizenz und Update-Service
Die Dauerlizenz berechtigt zur zeitlich unbefristeten Nutzung der bei Bereitstellung aktuellen Version für eine Unternehmensinstallation. Zukünftige Funktions- und Versionsupdates sind nur umfasst, wenn ein aktiver Update-Service besteht oder das konkrete Update separat erworben wurde. Der Update-Service wird jährlich abgerechnet und kann vor der nächsten Abrechnungsperiode beendet werden.
9. Nutzungsrechte
Der Kunde erhält ein einfaches, nicht ausschließliches und nicht übertragbares Nutzungsrecht im Umfang der Lizenzbedingungen. Weiterverkauf, Vermietung, Unterlizenzierung, öffentliche Bereitstellung, Betrieb für rechtlich selbstständige Dritte oder Entfernung von Rechtehinweisen sind ohne schriftliche Zustimmung unzulässig. Gesetzlich zwingende Rechte bleiben unberührt.
10. Pflichten des Kunden
Der Kunde ist verantwortlich für sichere Serverkonfiguration, regelmäßige Backups, Updates, Benutzer- und Rechteverwaltung, datenschutzgerechte Nutzung, Aufbewahrungs- und Löschkonzept sowie die rechtliche Prüfung eigener Vertragsvorlagen und Personalprozesse. Zugangsdaten und Lizenzschlüssel sind vertraulich zu behandeln. Fehler sind mit nachvollziehbarer Beschreibung, Umgebung und Protokolldaten zu melden.
11. Standard-Schnittstellen und Individualmodule
Die in der jeweiligen Produktbeschreibung ausdrücklich genannten Import-, Export-, REST-API- und Standard-Anbindungen gehören zum Funktionsumfang der bereitgestellten Version. Konten, API-Freischaltungen, Entgelte, Verfügbarkeit und Nutzungsbedingungen externer Anbieter sind nicht Bestandteil der PersonalKern-Lizenz. Kundenspezifische Feldzuordnungen, zusätzliche Systeme, individuelle Synchronisationsrichtungen oder Anpassungen werden erst nach Anforderungsabstimmung und schriftlichem Angebot geschuldet. Änderungen des Leistungsumfangs können Preis und Termin beeinflussen. Sofern nichts anderes vereinbart ist, verbleiben wiederverwendbare Bibliotheken, Frameworkbestandteile und allgemeine Lösungsbausteine beim Anbieter; der Kunde erhält die für den vereinbarten Zweck erforderlichen Nutzungsrechte.
12. Support
Allgemeiner Support umfasst Fragen zu Installation, Lizenz und reproduzierbaren Produktfehlern in angemessenem Umfang. Er kann per E-Mail und – bei technisch unterstützten, lizenzierten Installationen – über den integrierten Live-Support erfolgen. Der Live-Support ist kein garantierter Rund-um-die-Uhr-Sofortdienst; Antworten erfolgen innerhalb der veröffentlichten beziehungsweise üblichen Supportzeiten. Individuelle Administration, Datenbereinigung, Serverarbeiten, Schulungen, Vertragsprüfung oder kundenspezifische Anpassungen sind nicht ohne gesonderte Vereinbarung enthalten.
13. Mängelrechte
Es gelten die gesetzlichen Mängelrechte unter Berücksichtigung der Besonderheiten von Software. Ein Mangel liegt nicht vor, wenn die Software aufgrund nicht erfüllter Systemvoraussetzungen, unzulässiger Änderungen, veralteter Fremdkomponenten oder fehlerhafter Serverkonfiguration nicht ordnungsgemäß funktioniert. Kaufleute haben Untersuchungs- und Rügepflichten nach § 377 HGB zu beachten, soweit anwendbar. Der Anbieter kann zunächst nach eigener Wahl nachbessern oder eine Ersatzlösung bereitstellen.
14. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz, grober Fahrlässigkeit, Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit, arglistigem Verschweigen, übernommenen Garantien und zwingender gesetzlicher Haftung. Bei leicht fahrlässiger Verletzung wesentlicher Vertragspflichten ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen. Die Haftungsbeschränkungen gelten auch zugunsten von Erfüllungsgehilfen. Für Datenverlust haftet der Anbieter nur in dem Umfang, der bei ordnungsgemäßer und aktueller Datensicherung typischerweise wiederherstellbar gewesen wäre.
15. Datenschutz und Beschäftigtendaten
Beim selbst gehosteten Betrieb ist der Kunde Verantwortlicher für die in seiner Installation verarbeiteten Beschäftigten-, Bewerber-, Kunden- und Zeitdaten. Der Anbieter erhält keinen routinemäßigen Zugriff. Bei Nutzung des integrierten Live-Supports werden die vom Nutzer eingegebene Supportnachricht, Absender- und Unternehmensangaben sowie begrenzte technische Kontextdaten wie Softwareversion, Systemadresse und aktuelle Modulbezeichnung an die zentrale PersonalKern-Supportplattform übertragen. Mitarbeiter-, Bewerber-, Vertrags- oder Dokumentinhalte werden nicht automatisch übertragen. Werden darüber hinaus Supportzugriffe oder Auftragsverarbeitungen vereinbart, sind Umfang, Weisungen, Vertraulichkeit, Löschung und gegebenenfalls ein Vertrag zur Auftragsverarbeitung gesondert festzulegen.
16. Vertraulichkeit
Beide Parteien behandeln nicht offenkundige geschäftliche und technische Informationen vertraulich. Gesetzliche Offenlegungspflichten bleiben unberührt.
17. Sperrung und Kündigung aus wichtigem Grund
Das Recht zur außerordentlichen Kündigung bleibt unberührt. Ein wichtiger Grund kann insbesondere bei erheblichem Zahlungsverzug, unberechtigter Weitergabe, Manipulation von Lizenzmechanismen oder schwerwiegender Sicherheitsgefährdung vorliegen. Vor einer Sperrung wird der Kunde grundsätzlich informiert und erhält Gelegenheit zur Abhilfe, soweit dies zumutbar ist.
18. Änderungen von Leistungen und Bedingungen
Technische Änderungen, Sicherheitsanpassungen und Weiterentwicklungen sind zulässig, sofern der vereinbarte Hauptzweck erhalten bleibt. Änderungen dieser AGB für Dauerschuldverhältnisse werden rechtzeitig in Textform angekündigt. Wesentliche nachteilige Änderungen bedürfen der Zustimmung oder begründen ein angemessenes Sonderkündigungsrecht.
19. Aufrechnung und Zurückbehaltung
Der Kunde kann nur mit unbestrittenen oder rechtskräftig festgestellten Forderungen aufrechnen. Zurückbehaltungsrechte bestehen nur aus demselben Vertragsverhältnis.
20. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist – soweit gesetzlich zulässig – Gerichtsstand der Sitz des Anbieters. Individuelle Vereinbarungen gehen diesen AGB vor. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der übrige Vertrag wirksam.
Stand: 19.07.2026